1771 |
Wiesenhaid wird mit 100 Häusern auf dem Überland des Rumänendorfes Firiteaz angesiedelt, darunter ein
Bethaus und ein Schulhaus |
1771-1778 |
Wiesenhaid ist unter kaiserlich-kameralen Verwaltung |
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Matrikelführung und kirchliche Betreuung durch die Pfarrei Engelsbrunn |
1778 |
Wiesenhaid kommt unter ungarische Verwaltung |
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Wiesenhaid wird Curatie und von dem Franziskaner- und Minoriten-Patres aus Arad betreut |
1781 |
Das Cameralgut Wießenheith (damalige Schreibweise) wird für 19.048,- fl, an die Familie Kövér versteigert.
Für unsere Vorfahren war damit‚der Traum vom freien Bauer an der freien Scholle’ ausgeträumt. Sie wurden Hörige (Untertanen) des Grundbesitzers |
1792 |
In Wiesenhaid leben 580 Menschen, davon 69 Schulkinder |
1821 |
Wiesenhaid ist mittlerweile auf 660 Seelen angewachsen, wovon 130 Schulkinder sind |
1830 |
In Wiesenhaid wird mit dem Tabakanbau begonnen. Aufgrund der guten Qualität des Tabaks wird er überall
bekannt und gerühmt. |
1845-1846 |
Bau der röm.-kath. Pfarrkirche in Wiesenhaid. Die Kirche wird aus eigenen Mitteln finanziert und durch eine
großzügige Spende der Anne von Köver. |
1849 |
In Neuarad und den Nachbargemeinden fanden Kampfhandlungen zwischen der Madjaren gegen die Habsburger
statt, die deutsche Bevölkerung hielt sich zum größten Teil raus. Plünderungen standen auch in Wiesenhaid an der Tagesordnung |
Nach 1849 |
Die Grundabhängigkeit wurde abgeschafft |
1850 |
Die Robot- und Zehntpflicht wurde durch eine direkte Staats- und Gemeindesteuer ersetzt |
1851 |
Wiesenhaid wird selbstständige Pfarrei |
1851-1852 |
Bau des Pfarrhauses und des Schulhauses in Wiesenhaid, wieder nur durch Wiesenhaider Mitteln finanziert.
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1858 |
Die Kirche ist nun vollständig, auch innen, fertiggestellt und bekommt eine Orgel. |
1876-1925 |
Zahlreiche Aktivitäten zur Hebung des kirchlichen Lebens. Es gibt zahlreiche Kreuzstiftungen |
1877 |
Der damalige Kanton Lehrer Michael Ringeisen gründet den Männergesangsvereins. |
1888-1889 |
Es leben mittlerweile 910 Personen in Wiesenhaid, darunter 183 Schulkinder. Dies war die höchste je
erreichte Schülerzahl! |
1897 |
Gründung des Kath. Kultusvereins = Kultusgemeinde in Wiesenhaid |
1900 |
Mittlerweile gibt es ein Postamt im Dorf, das Telegraphenamt ist in Kreuzstetten und der Bahnhof in
Segenthau |
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Gründung einer Milchproduktionsgenossenschaft |
August 1906 |
Die Bitte der Wiesenhaider zusätzlich zur ungarischen Pflichtunterrichtssprache die deutsche Sprache zu
benutzen wird abgelehnt |
1907+1914 |
Alte und Neue Dreschmaschinen-Gesellschaft wird gegründet |
1910 |
Nach einer ungarischen Volkszählung gibt es in Wiessenhaid 195 Häuser in denen leben 946 Deutsche. 25
Rumänen, 14 Ungarn, oder auch 961 Katholiken und 24 Orthodoxe |
1914 |
Gründung der Feuerwehr |
1914-1918 |
Im Ersten Weltkrieg fallen 25 Wiesenhaider |
1920 |
Wiesenhaid wird nach dem Frieden von Trianon und St. Germain zum Königreich Rumänien gezählt |
Nach 1920 |
Zahlreiche Familien und Einzelpersonen wandern nach dem Ersten Weltkrieg aus |
1921 |
Raiffeisen-Kreditgenossenschaft mit Kasino(1928) gegründet |
1925 |
Das Kriegerdenkmal vor dem Gemeindehaus wird eingeweiht |
01.09.1929 |
Großfeuer bei Johann Jakob (Beimernitsch) in Wiesenhaid |
1930 |
Nach einer rumänischen Volkszählung leben in Wiesenhaid 905 Deutsche und 13 Rumänen |
1934 |
Der katholische Jugendverein wird gegründet. |
18.06.1939 |
Gründung des Pfarrhilfswerk/ Sterbekasse |
1940 |
In Wiesenhaid leben 1.041 Deutsche und 15 Rumänen |
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In Wiesenhaid wird eine deutsche Volksgruppe gegründet |
Sommer / Herbst 1941 |
Die wehrfähigen Jahrgänge werden zur rumänischen Armee eingezogen und an die Front nach Russland geschickt. Acht
Wiesenhaider sollten von dort nicht mehr zurückkehren. |
12.95.1943 |
Bukarester Abkommen zwischen Rumänien und Deutschland über die Abstellung der Volksdeutschen Männer zur
Waffen-SS |
05.07.1943 |
80 wiesenhaider Männer ziehen in die Deutsche Wehrmacht ein. Zur gleichen Zeit dienen noch 30-40 Männer in
der rumänischen Armee, somit waren über 10% der Bevölkerung im Kriegsdienst. |
1939-1945 |
34 Wiesenhaider sterben während dem Zweiten Weltkrieg 26 in der deutschen und 8 in der rumänischen Armee.
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August 1944 |
Einmarsch der Roten Armee ins Banat und die Verfolgung der Deutschen beginnt. |
Januar 1945 |
Verschleppung von 130 Wiesenhaider Mädchen, Frauen und Männer in Arbeitslager in die Sowjetunion. 26
Menschen überlebten die Torturen nicht, die Überlebenden trugen auch schwere physischen und psychischen Schäden davon. Viele wurden nach Ostdeutschland entlassen und konnten oder wollten nicht mehr nach
Wiesenhaid zurückkehren. |
Herbst 1945 |
Aufgrund der Verschleppung gab es keinen Schulunterricht. Maria Schill, genannt ‚Marischka-Tante’ sprang
ein und sorgte für einen regelmäßigen Schulunterricht. |
Nach 1946 |
Es wandern wieder wie nach dem Ersten Weltkrieg viele Menschen nach Kanada und in die Vereinigten Staaten
aus |
1946-1948 |
Enteignung des Besitzes der deutschen Bevölkerung; Einsiedlung von rumänischen Kolonisten |
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Wiesenhaid wird zu einem kollektiven Wirtschaftssystem hingeführt und den Menschen wird somit die
Lebensgrundlage entzogen |
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Wiesenhaid wird in Tisa-Nou umbenannt und der Verwaltungsgemeinschaft Arad zugeordnet |
1947 |
Es gibt wieder geregelten Schulunterricht in Wiesenhaid. |
1947-1949 |
Die Überlebenden der Verschleppung kehren über die DDR wieder heim |
Juni 1951 |
Die Wiesenhaider blieben Gott sei dank von der Verschleppung in die Baragansteppe verschont. Von den Opfern
der beiden Weltkriege und der Verschleppung konnte Wiesenhaid sich nie mehr erholen. Das Ende des einstmals deutschen Wiesenhaids begann. |
1947-1960 |
Verstärkte Abwanderung von Wiesenhaider Familien nach Arad und in andere Banater Orte |
1957 |
Einzelne Familien oder Einzelpersonen dürfen nach Deutschland ausreisen |
1960 |
Wiesenhaid erhält Elektrizität |
1968 |
Wiesenhaid erhält eine Autobusverbindung mit Arad |
Ab 1972 |
Immer mehr Wiesenhaider verlassen die Heimat. Der Wunsch nach Ausreise in den Westen verstärkt sich
zunehmends und wird teils mit Auflagen gestattet |
05.09.1976 |
130-Jähriges Kirchweihjubiläum in Wiesenhaid |
1977 |
Es gibt nur noch 402 Deutschen in Wiesenhaid, die Zahl der Rumänen ist nicht bekannt |
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1. Wiesenhaider Treffen in Ulm an der Donau am 3./4. September mit 72 Personen |
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Gedenkschrift zum 130-Jährigen Kirchweihfest von Wiesenhaid wird gedruckt |
1977/78 |
Es gibt keine deutsche Grundschule mehr in Wiesenhaid |
Juni 1978 |
Wiesenhaid hört auf eine eigene Pfarrei zu sein |
1979 |
2. Wiesenhaider Treffen in Ulm an der Donau am 15./16. September mit 100 Personen |
1981 |
3. Wiesenhaider Treffen in Ulm an der Donau am 29./30. August mit 90 Personen |
1983 |
4. Wiesenhaider Treffen in Neustadt a. d. Weinstrasse am 15./16. Oktober mit 130 Personen |
1984 |
Wiesenhaid hat 339 Hausnummern und ca. 1.400 Einwohner, darunter nicht mal mehr 10% Deutsche |
1985 |
5. Wiesenhaider Treffen in Ulm an der Donau, am 7./8. September, verbunden mit dem 1. Kirchweihfest in
Deutschland mit 11 Trachtenpaaren und 250 anwesenden Personen |
07.09.1986 |
140-jähriges Kirchweihjubiläum in Wiesenhaid |
01.01.1987 |
In Wiesenhaid leben nur mehr 141 deutsche Seelen. Die Mehrheit der Wiesenhaider lebt nun in Deutschland
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1987 |
Erstes Wiesenhaider Heimatbuch wird Gedruckt |
1990 |
Aussiedlung der restlichen Deutschen |
Heute |
Es leben noch vier Deutsche in Wiesenhaid, es gibt kaum noch deutschen Gottesdienst, der Friedhof ist
verwahrlost. Und auch dass bisschen was noch an das deutsche Wiesenhaid erinnert wird bald vergessen sein und das einstmals deutsche Wiesenhaid WAR einmal. |