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Nach wenigen Kilometern erreichten wir Engelsbrunn von wo es rechts nach Wiesenhaid (Tisa Noua) geht. Angekommen bei Familie Uncu war
ein Begrüßungstrunk – Schnaps – fällig. Die Begründung des Hausherren: „Nur so können die Farben des Dorfes richtig wahrgenommen werden“.
Auf dem Weg zum Friedhof sind wir am weiträumigen Park in der Dorfmitte
vorbeigekommen. Vom Roberts Geburtshaus gibt es noch Mauerreste, die als Einfriedung dienen. Im Friedhof dann gemischte Gefühle: Das Kreuz in der Mitte könnte einen Anstrich vertragen, der Zaun auf der rechten Seite
fehlt, das Gras auf der rechten Seite ist gemäht, auf der linken Seite meterhoch.
Durch die ‚Tal-Gass‘ kamen wir zum Dorfrand mit gutem Überblick zu den Weideflächen, die Dorfbrennerei (Rakihit).
Weiter
ging es zur Kirche. Im Innern fällt der geschnitzte Hochaltar und der linke Seitenaltar auf. Das Fresko im Zentrum des Altars stellt Maria Geburt dar (Weihetag der Kirche). Maria wird von einer Schar Engel getragen und
von ihrer Mutter Elisabeth mit offenen Armen empfangen. Die Seitenfresken: “Maria Verküngigung” - “Maria trifft Elisabeth”.
Unter dem Altar: Das Fresko „Das letzte Abendmahl“. Die Kunst unterschiedliche und
detaillierte Züge von Jesus und den Aposteln herauszuarbeiten ist in der Gruppe aufgefallen. Im Kirchenschiff fällt auf der linken Seite die Darstellung „Jesus der gute Hirte“ mit seiner warmen Farbgebung auf.
(...)
Für die Jugend kam danach die Gelegenheit Hof und Stall in Augenschein zu nehmen. Da gab es Hühner, Gänse, ein Lamm, die Zuchtsau und eine Kuh. Beim Melken waren an diesem Abend drei Beobachter mit von der
Partie. Wo wird denn heute noch von Hand gemolken? Sowas durfte man sich nicht entgehen lassen.
Die Familie Uncu hatte inzwischen für die Gruppe ein Abendessen vorbereitet. Als Appetitanreger gab es ein Stück
gesalzenen Käsekuchen. Dann wurde die Suppe „ciorba de vacuta“ gereicht. Inzwischen waren die Griller fleißig und haben Schweinehals und Kalbfleisch gegrillt. Die Spezialität des Hauses, Krautwickel und Mititei mit
Senf, rundeten das Mahl ab. Übrigens, das Fleisch welches zubereitet wurde stammt alles aus eigener Schlachtung.
Nachdem wir alles zusammen abgeräumt hatten, griffen die Söhne der Gastgeber, Raul und Rasvan
zu den Musikinstrumenten und spielten rumänische Volkslieder. Ein Tanz mit der Gastgeberin war Ehrensache.
Alle hatten einen schönen Abend in einem Banater Dorf bei einer netten Gastfamilie. |